Wir bilden ein Kollektiv, eine Gemeinschaft von sechsundzwanzig Typen zur optischen Darstellung des menschlichen Gedankengutes. Obwohl sich in der Regel der Kollektivismus gegen den Individualismus und den Liberalismus wendet, bleibt in unserer großen Ordnung die Eigenständigkeit jeder einzelnen Type erhalten. Dieses Aneinanderreihen und Einordnen von eigenständigen und aussagestarken Individuen, dürfte ein Grund für die seit Jahrtausenden bestehende Ordnung unserer Gemeinschaft sein.
In dieser Vereinigung von Typen zu Wortgebilden, den sichtbaren Gedanken, findet sich eine Merkwürdigkeit. Die Festlegung der Reihenfolge unserer Mitglieder von ein bis sechsundzwanzig entstand lediglich durch anreihende Neuzugänge an die Kollektivgründer. Es gibt also innerhalb unserer Gemeinschaft keine Rangklassifikation. Um so erstaunlicher und Zeugnis der starken Persönlichkeiten aller sechsundzwanzig Typen ist die Eigenart, dass die erste Type eines Wortzusammenschlusses den nachfolgenden an bestimmender Aussagekraft überlegen ist. Damit erhält jeder innerhalb des Kollektives die Möglichkeit, sich an die aussagestärkste Stelle zu setzen.
Ich bin das I, neunter Typ unserer Gruppe und ein Egoist, mit einer Hart an der Grenze des Irrsinns liegenden Intelligenz. In der Industrie gelte ich als Inbegriff des eiskalten Managers. Meine Ideale sind durch Injektionen Macht und Erfolg verdrängt. Der starre Blick eines Insektes lässt keinen Irrtum an meiner Farbe aufkommen; ein metallisches Blau.
Ich bin das J und Nummer zehn unseres Teams. Als großer Junge mit ewiger Jugend sage ich ein deutliches Ja zum Leben. Ein gelungener Jokus entlockt mir Jubel und Jauchzer der Freude. Im jugendhaften lila Gewand überreiche ich jovial lächelnd ein Jubiläumspräsent.
ich bin das K und elftes Mitglied Mitglied unserer Kommune. Meine Kompetenzen liegen im Bereich des Kampfes. Wer spürt bei meinem Anblick nicht die Kälte des Krieges, Kummer und Leid. Mit dem mir eigenen Kapital, der Kraft, habe ich mich in den Kreis der Sechsundzwanzig eingeordnet. die pulvergeschwärzten Gesichter der Kanoniere und der kalte Glitzerton der Kohle führten zu meiner anthrazitgrauen Färbung.
Ich bin das L und die Nummer zwölf unserer Gruppe. Mit der mir eigenen Leichtigkeit vertreibe ich die Leiden der Lebenden. Das Licht der Liebe erfüllt die Leere mit meinem Leuchten. Ein heiteres, die Luft erfüllendes Lachen, ist das schönste Lob und bringt mich in lachsfarbende Verlegenheit.
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