Home | Hochzeitskarten | Geburtsanzeigen | Kontakt

Druckerei Frese DüsseldorfWir drucken Ihre Träme wahr

Das Lexikon: Wissenswertes aus der Typografie von a-z

Was bedeutet eigentlich ...

 

Handsatz

Der Handsatz ist das älteste Verfahren zur Herstellung von Druckformen mit beweglichen Lettern im Buchdruck (Bleisatz). Die Bleilettern befinden sich in einem Setzkasten. Der Setzer nimmt daraus die einzelnen Typen und legt sie in einem Winkelhaken ab, so dass eine Zeile entsteht. Die Zeilen werden dann auf einem Satzschiff zu einer Kolumne zusammengefügt. Im Handsatz lässt sich nicht nur Text setzen. Mit Messinglinien und Ornamenten lassen sich auch grafische Gestaltungen realisieren. Auch schräger oder runder Satz ist möglich, auch wenn das nur mit komplizierten Verspannungen innerhalb des Satzes mit Blindmaterial möglich ist. Eine Blütezeit dieser Gestaltungen war Ende 19./Anfang 20. Jahrhundert. Es wurde auch versucht, Noten und Landkarten im Handsatz aus Einzelelementen zu setzen. Der Handsatz wurde immer mehr vom Maschinensatz (Monotype, Linotype) und später vom Fotosatz und vom digitalen Satz verdrängt. Heute findet er nur noch vereinzelt Anwendung bei der Herstellung von bibliophilen Buchausgaben. Ein Handsatzverfahren gibt es auch im Fotosatz: Die Schrift befindet sich dabei auf einer Fotoschablone (Scheibe oder Streifen mit Schriftnegativ). Im Belichtungsgerät werden die Zeichen einzeln ausgerichtet und auf Fotopapier oder Film belichtet.

 

Kapitälchen

Kapitälchen sind Großbuchstaben (Versalien), deren Höhe der Normalhöhe (x-Höhe) der Kleinbuchstaben (Gemeinen) entspricht. Ihre Strichstärke und ihr Grauwert orientieren sich an denen der Gemeinen. In den Anfängen des Buchdrucks betrachtete man kursive Schriften nicht als zur selben Familie gehörig wie die Normalschnitte. Wo im modernen Schriftsatz vornehmlich Kursive als Auszeichnungsschrift verwendet werden, standen anfangs neben der Sperrung nur Kapitälchen zur Verfügung. Sie werden heute überwiegend für Namen und gelegentlich für die ersten Wörter eines Absatzes nach einer Überschrift verwendet. Wenn keine echten Kapitälchen (siehe den linken Absatz der Abbildung) in einer Werkschrift vorhanden sind, sollte auf den Einsatz von falschen Kapitälchen, die die Textverarbeitung durch Skalierung von Versalien erzeugt, verzichtet werden; sie sind entweder zu groß (wie in der Abbildung rechts) oder zu hell. In beiden Fällen fallen sie dann bei der Betrachtung aus einiger Entfernung sofort ins Auge. Im der angelsächsischen Typographie sind die Kapitälchen etwa 10 % größer als die Gemeinen. Die Schrifttechnik OpenType enthält zwei Features für den Zugriff auf die Kapitälchen: "Small Caps" für die vergrößerten Kapitälchen und für die Kapitälchen normaler Größe "Petite Caps". Kapitälchen sollten leicht gesperrt werden (0,5-1 Punkt), wenn dies die Schriftart nicht schon selbst vorsieht. Ausgleichen ist im Werksatz nicht notwendig.

 

Kolumnentitel

Als Kolumnentitel werden die Überschriften der einzelnen Seiten eines Buches bezeichnet. Es wird unterschieden zwischen toten und lebenden Kolumnentiteln. Tote Kolumnentitel bestehen nur aus den Seitenzahlen bzw. -ziffern im Seitenkopf oder im Fuß. Sie werden nicht zur Fläche des Satzspiegels gezählt. Lebende Kolumnentitel enthalten Angaben über Inhalt, Kapitel- oder Buchtitel und zählen zur Fläche des Satzspiegels.

 

Weitere Begriffe aus dem Lexikon der Typografie:

Akzidenzdruck, Büttenpapier, Bleisatz » Cicero, Dickte, DIN lang » Durchschuss, Gestaltungsraster, Geviert » Laufweite, Leporello, Majuskel » Minuskel, Nonpareille (6 Punkt), Pagina » Papier, Punze, Satzbreite, Satzspiegel » Serife, Spationierung, Stahlstich » Unterschneidung, Visitenkarten, Winkelhaken, Zwiebelfisch »

 

Home | Hochzeitskarten | | Edle Visitenkarten | Veredlung | Typo-Lexikon | Kontakt/Impressum

Druckerei Frese Edeldruck | Fürstenwall 228 | 40215 Düsseldorf | Telefon: 0211 . 686263 | E-Mail:

Technische Umsetzung Web4Saar